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Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie

Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie

Wirbelsäulenerkrankungen nehmen stetig zu und erfordern eine hohe Kompetenz bei der Behandlung. Im Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie des Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch werden sämtliche Erkrankungen der Wirbelsäule behandelt: von der degenerativen Erkrankung (Verschleißerkrankung der Wirbelsäule) wie Bandscheibenvorfall oder Einengung des Spinalkanal über Instabilität der Wirbelsäule bis hin zu der sogenannten Resorbed-Disc. Alle Deformitäten, von Wirbelgleiten (Spondylolisthese) bis Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose), werden routinemäßig versorgt.

Sämtliche Wirbelsäulen-Abschnitte, beginnend an dem unteren Teil des Hirnschädels (Schädelbasis), im Halsbereich (cervikal), Brustwirbelbereich (thorakal) und Lendenwirbelbereich (lumbal) bis zum Becken werden von vorne (ventral), von der Seite (lateral) und hinten (dorsal) operativ behandelt. Auch Versteifungsoperationen (Stabilisation/Fusion) der oben genannten Bereiche werden 360° langstreckig durchgeführt. Komplexe Operationen an der oberen HWS durch den Mund (transoral) gehören zu unserem Behandlungsspektrum.  

Alle Entzündungen der Wirbelsäule (auch in den gesamten Wirbelsäulenabschnitten) werden konservativ und operativ, meist mit Stabilisierung, versorgt. 

Ein Schwerpunkt des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie stellt die Traumatologie der gesamten Wirbelsäule. Sämtliche Brüche aller Abschnitte der  Wirbelsäule werden versorgt, von der Schädelbasis bis zum Becken, hierfür stehen mehrere Systeme zur Verfügung. Zusätzlich zu den etablierten resterilisierbaren im Haus vorhandenen Systemen, verwenden wir ein neues, hoch innovatives Einmal-Material-System, das neben sehr guten Ergebnissen, deutliche ökologische und ökonomische Vorteile aufweist. In den meisten Fällen bei Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsäule werden minimal-invasive perkutane (durch die Haut) Zugänge, auch bei langstreckiger Versteifung, angewandt.

Ein Schwerpunkt des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie bilden die spinalen Tumoren. Sie werden in Knochen und Hirnhaut sowie aus dem Rückenmark oder den Nervenfaszikel mikrochirurgisch über minimal-invasive Zugänge behandelt unter kontinuierlicher Überwachung der Nervenfunktion (Neuromonitoring). Bei  ausgedehnten Metastasen der Wirbelsäule wird nach Resektion dieser Tumoren eine, falls notwendig 360°, Stabilisierung (Versteifung) durchgeführt.

Neben der etablierten mikrochirurgischen minimal-invasiven Verfahren steht die Endoskopie der Wirbelsäule zur Verfügung.

Minimal-invasive Verfahren werden auch bei konservativen Therapien, wie Facetteninfiltration, Thermokoagulation sowie periradikuläre Therapie ambulant durchgeführt. Endoskopische Thermokoagulation komplettiert das Spektrum.

In besonderen Fällen bei chronischem Schmerz implantieren wir verschiedene Medikament-Pumpen (Schmerzpumpen).

Täglich findet eine Wirbelsäulensprechstunde im Rahmen der neurochirurgischen Ambulanz im MVZ statt.

Das Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie bindet alle Fachkliniken im Nordwest-Krankenhaus, die mit der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen vertraut sind, Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Neurologie, zentrale Notaufnahme, Radiologie, MVZ unter der Leitung der Klinik für Neurochirurgie mit ein.