Darunter versteht man eine spezielle Herzkathetertechnik, bei der die verengten oder verschlossenen Herzkranzgefäße mittels eines Ballonkatheters geweitet werden (Nicht zu verwechseln mit dem Einschwemmkatheter.). PTCA steht für Perkutane Transluminale Coronare Angioplastie. Das Wort Angioplastie kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Gefäßwiederherstellung (angio = Gefäß, plastie=Wiederherstellung).
Nachdem ein sehr dünner, sehr flexibler Draht als Führungsschiene durch die verengte Stelle des Gefäßes geschoben wurde, wird darüber nun ein dünner, biegsamer Kunststoffschlauch mit einem aufblasbaren Ballon am Ende an die Engstelle gebracht. Nun wird dieser Ballon für die Dauer von 30 bis 90 Sekunden mit hohem Druck (4 bis 20 bar) ausgedehnt. Das alles geschieht unter Röntgenkontrolle. Durch das auf diese Weise geweitete Gefäß kann das Blut nun wieder zirkulieren. Der Erfolg dieser Behandlung wird ebenfalls unter Röntgenkontrolle überprüft.
Um das zu vermeiden, werden häufig „Stents“ eingesetzt. Das ist ein sehr feines Edelstahlgerüst, das die Wände der Gefäße abstützt. Es wird mit einem Ballonkatheter zu der Stelle gebracht, an der es mit hohem Druck in die Gefäßwand implantiert wird. Diese Verfahren werden auch angewendet, wenn es darum geht, möglichst schnell den akuten Verschluss eines Herzkranzgefäßes bei einem Herzinfarkt zu öffnen bzw. schon im Vorfeld, einen sich abzeichnenden Herzinfarkt zu verhindern.
Wenn Herzkranzgefäße nicht auf diese Weise geweitet werden können, entscheidet man sich meist für eine Bypass-Operation.
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