
Unser Schlaflabor ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Abteilung für Pneumologie. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Behandlung von Atmungsstörungen im Schlaf.
Dazu gehört insbesondere die so genannte "Schlafapnoe". Darunter versteht man wiederkehrende Atempausen während des Schlafes. Sie machen sich durch lautes Schnarchen im Wechsel mit Atempausen (sog. Apnoen) bemerkbar. Diese Atemstillstände während des Schlafes können in schweren Fällen über 60 Sekunden dauern und sich 300 bis 400 mal pro Nacht ereignen. Die Folge des unregelmäßigen Atmens sind Sauerstoffmangel und starke Druckschwankungen im Brustkorb. Der menschliche Körper reagiert darauf mit einer Weckreaktion - solange, bis tiefes Durchatmen wieder Entwarnung gibt.
Auch organisch gesunde Menschen werden durch diese Schlaf- und Atmungsstörungen stark belastet. Sie fühlen sich tagsüber abgeschlagen, sind schläfrig und unkonzentriert oder werden von Kopfschmerzen und Herz-Rhythmusstörungen geplagt. Folge einer unbehandelten Schlafapnoe ist die erhöhte Gefahr, einen Unfall im häuslichen Milieu, Beruf oder Straßenverkehr zu erleiden. Auch das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls steigt stark an. In unserem Schlaflabor können wir die nächtlichen Unterbrechungen der Atmung und Beeinträchtigung der Schlafqualität feststellen. Die wichtigste und wesentlichste Untersuchungsmethode im Schlaflabor ist die nächtliche Polysomnographie. Dabei werden mittels Sensoren Daten über Atmung, Apnoen, Kreislauf, Herzrhythmus, Hirn-, Muskelaktivität, Augenbewegungen, Schlaftiefe, Schnarchen sowie Beinbewegungen aufgezeichnet. Am häufigsten wird das so genannte obstruktive Schlafapnoe-Syndrom festgestellt. Dabei wird der weiche Rachen durch die herabfallende, schlaffe Zunge verschlossen und dadurch das Atmen erschwert oder komplett verhindert. Mit einer nächtlichen nicht invasiven Nasen- oder Nasen-Mund-Maske (CPAP) können die meisten dieser Schlafstörungen behandelt werden.
Kontakt
Chefarzt
Dr. med. Norbert de Wall
T.: 04422 80-1201
Fax: 04422 80-1230
norbert.de.wall@sanderbusch.de
Oberarzt Heinrich Löll
T.: 04422 80-1202
Frau Jung
T.: 04422 80-1217