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Fußchirurgie

Zehendeformitäten

Ursache:
Die häufigsten Fehlstellungen im Bereich der Zehen sind die Krallenzehenbildung und die Hammerzehe. Bei der Krallenzehe steht die Zehe hoch und stößt mit dem mittleren Gelenk im Schuhwerk an, es entstehen schmerzhafte Druckstellen. Bei der Hammerzehe kommt es zur Überstreckung im mittleren Gelenk und damit zur starken Beugung des Endgliedes, welches dann immer Bodenkontakt hat. Auch hier entwickeln sich oft sehr schmerzhafte Druckstellen und ggf. auch Nageldeformitäten. Bei länger bestehenden Krallenzehen kommt es zur Luxation im Zehengrundgelenk, was dann eine sehr schmerzhafte Druckschwiele an der Fußsohle unter der entsprechenden Zehe nach sich zieht.

Oft entwickeln sich Zehendeformitäten mit einer Fehlstellung der Großzehe, die dann in der Regel mitbehandelt werden muss.

Symptomatik:
Es entwickeln sich schmerzhafte Druckstellen an den hochstehenden Zehen, sog. Hühneraugen. Im späteren Stadium kommt es dann zur Zerstörung des Grundgelenkes und zum Ausrenken der Zehe. 

Therapien:
Im Anfangsstadium können orthopädische Einlagen, eine Weitung der Zehenbox oder sog. Hühneraugenpflaster eine Verbesserung der Situation bringen.

Wenn schon deutliche Druckstellen vorliegen, empfiehlt sich die Operation der Zehe. Der heutzutage gebräuchlichste Eingriff hierfür ist die Mittelgelenkversteifung. Hier wird über einen kleinen Schnitt etwas Knochen aus dem Gelenk entfernt, die Gelenkflächen werden dann in der richtigen Position voreinandergestellt und mit einer Drahtschlinge fixiert. Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt.

Nachbehandlung:
Die ersten 3-5 Tage sollte der Fuß konsequent hochgelagert werden, nur so kann man die Schwellung nach der OP am sichersten in den Griff bekommen. Danach kann der Fuß schon wieder in einem Verbandsschuh vollbelastet werden. Die operierten Zehen müssen täglich einer intensiven Bewegungstherapie zugeführt werden, die 
z. T. von den Patienten selbstständig durchgeführt werden muss.