Titelbild

Herz-/Kreislauferkrankungen

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie)

Unter Herzrhythmusstörungen (s. dazu auch Vorhofflimmern) versteht man Unregelmäßigkeiten des normalen Herzschlags. Es schlägt zu langsam, zu schnell oder unregelmäßig. Häufig ist dann das Reizbildungs- und/oder das Reizleitungssystem des Herzens gestört. Normalerweise achten wir nicht darauf, aber kommt der Herzschlag aus dem Takt, geraten die Betroffenen oft in Panik. Unser Herz schlägt etwa 100.000 Mal am Tag, da kann das gelegentlich vorkommen. Das ist normal und kein Grund zur Sorge. Ebenso können körperliche Anstrengung, Aufregung, Krankheiten oder Medikamente Auswirkungen auf den Herzschlag haben. Kommt das Herz aber ohne diese Einflüsse regelmäßig ins Stottern und Stolpern, sollte ein Arzt aufgesucht werden, weil Herzrhythmusstörungen Ausdruck einer bislang vielleicht nicht bekannten Herzerkrankung sein können. Dabei sollte geklärt werden, ob die Rhythmusstörungen eher harmlos sind, oder ob sie behandelt werden müssen.

Herzrhythmusstörungen können zu Leistungsminderung, Schwindel oder zur Bewußtlosigkeit führen. Eine besondere Komplikation ist der Schlaganfall (s. Vorhofflimmern).

Extrasystolen (Extraschläge)

Jeder von uns hat schon einmal ein kurzes Herzstolpern wahrgenommen. Meist sind dafür Extrasystolen oder Extraschläge verantwortlich. Diese Zusatzimpulse sind in der Regel harmlos. Das sind plötzlich auftretende Herzschläge, die vor oder nach dem regelmäßigen Grundrhythmus auftreten. Trotzdem versetzen sie viele Menschen in Angst. Treten Extrasystolen häufiger auf, sollte die Ursache vom Arzt geklärt werden.

Tachykardie

Schlägt unser Herz im Ruhezustand schneller als 100 mal pro Minute, spricht der Arzt von einer Tachykardie (griech. Schnellherzigkeit). Sie wird in zwei Gruppen eingeteilt

Die supraventrikuläre (oberhalb der Herzkammer entstehende) Tachykardie und die ventrikuläre (von der Kammer ausgehende) Tachykardie.

Bei einem Pulsschlag von mehr als 150 mal pro Minute empfindet der Mensch das als Herzrasen. Generell kann man sagen, dass die Gefährlichkeit einer hohen Herzschlagfrequenz mit zunehmenden Alter steigt.

Das Gegenteil der Tachykardie, der zu langsame Herzschlag, nennt man Bradykardie.

Bradykardie

Bradykardie (griech. Langsamherzigkeit) bezeichnet eine ungewöhnlich langsamen Herzschlag. Als grenzwertig wird ein Puls von unter 50 Schlägen in der Minute angesehen. Schlägt das Herz zu langsam, sinkt die Blutversorgung im Körper. Das äußert sich in Müdigkeit, Konzentrationschwierigkeiten und Schwindel oder sogar Bewusstlosigkeit.