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Herz-/Kreislauferkrankungen

Der Blutkreislauf

Das Blut zirkuliert durch unseren Körper in zwei Kreisläufen. Der erste ist der Lungenkreislauf. Über die Hohlvene (1) fließt sauerstoffarmes Blut in den rechten Vorhof (2), wird dort gesammelt und mit niedrigem Druck über die rechte Herzkammer (3) und die Lungenarterien (4) in die Lungen gepumpt und dort mit Sauerstoff versetzt, den wir über das Atmen gewonnen haben. Die Lungenvenen transportieren dann das sauerstoffreiche Blut in den linken Vorhof (5). Hier ist der Übergang zum zweiten Blutkreislauf, dem Körperkreislauf. Vom linken Vorhof aus fließt das Blut in die linke Hauptkammer (6), die das Blut mit großem Druck in die Hauptschlagader (Aorta) (7) pumpt. Von hier aus wird es wieder im ganzen Körper verteilt. So ist garantiert, dass  alle Körperzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Gleichzeit nimmt das Blut Kohlendioxid auf, das wir durch die Lunge wieder ausatmen.

Weil Lungen- und Körperkreislauf mit unterschiedlichen Druckverhältnissen arbeiten, ist die Muskulatur des Herzens unterschiedlich ausgeprägt. Die linke Herzhälfte ist deutlich muskulöser als die rechte Herzhälfte.

 

BLUTDRUCK

Der Blutdruck bestimmt, wie der Name schon sagt, den Druck, mit dem das Blut durch die Gefäße fließt. Den höchsten Wert erreicht er, wenn sich das Herz zusammen zieht und das Blut in die Arterien presst und diese dann ausdehnt. Das ist der systolische Blutdruck. Wenn das Herz wieder erschlafft  und die Gefäße wieder zu ihrer normalen Größe zurückkehren, ist der Blutdruckwert am niedrigsten. Er wird diastolischer Blutdruck genannt. Beim Blutdruckmessen werden immer diese beiden Werte genannt. Erst der systolische, dann der diastolische. 130 zu 80 sagt demnach aus, dass der systolische Blutdruck bei 130 und der diastolische Wert bei 80 liegt.

BLUTHOCHDRUCK (HYPERTONIE)

Zu hoher Blutdruck ist ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung eines Herzinfarktes. Er liegt dann vor, wenn der Blutdruck dauerhaft im Ruhezustand 145/90mmHg und höher beträgt. Viele Menschen haben keine Beschwerden uind merken erst viel zu spät, dass ihr Blutdruck nicht im normalen Bereich liegt. Wird er nicht behandelt, können im Laufe der Zeit Gefäßveränderungen bzw. Arteriosklerose auftreten.

Der Blutdruck variiert im Tagesverlauf. U. a. wird er von Tageszeit, körperlicher Belastung, Stress , oder Entspannungsphasen beeinflusst. Ein kurzzeitig erhöhter Blutdruck aufgrund von Aufregung oder Belastung gibt keinen Anlass zur Sorge.

Die Erhöhung kann den systolischen, den diastolischen oder beide Werte betreffen.