Sterilisationskreislauf

 

Der Ablauf:

Alle für die Aufbereitung vorgesehenen Untersuchungsinstrumente liegen auf Metallgitterablagen, den so genannten „Sieben“. Kommen diese Siebe aus den OP zurück, bilden blutverschmierte Operationsbestecke, hervorstehende Spritzen und Skalpelle eine Gefahrenquelle, an der sich ungeschulte Mitarbeiter schnell verletzen können. Um den behutsamen Umgang mit der Gesundheit der Mitarbeiter und der medizinischen Instrumente zur sichern, sind die 9 Mitarbeiter des „Steri“, wie die ZSVA intern genannt wird, besonders hoch qualifiziert und werden ständig weitergebildet. In internen Qualitätszirkel frischen sie ihr Fachwissen und die Sicherheit im Umgang mit Instrumenten und Maschinen immer wieder auf.

Die Arbeit in der ZSVA erfolgt nach bestimmten Standards, zu denen vor der eigentlichen Reinigung auch die Überprüfung der Siebe auf Verletzungsgefahr gehört. Des Weiteren überzeugen sich die Mitarbeiter davon, ob auch alle Instrumente in die Reinigungsmaschinen dürfen. Bestimmte Untersuchungs- und Operationsgeräte sind hochempfindlich und werden in einem speziellen Plasma-Verfahren aufbereitet.

 

Jede Sterilisation eines Medizinproduktes erfolgt erst nach einer gründlichen Reinigung und Desinfektion. Dazu kommen die Geräte in riesige Spülmaschinen und werden dort rund 10 Minuten bei ca. 93 Grad gewaschen. Diese Maschine ist von zwei Seiten zugänglich. Von der „unreinen“ Seite aus wird sie beladen, auf der „reinen“ Seite entladen. Schon jetzt sind bereits die meisten Keime abgetötet. Im nächsten Arbeitsgang wird die Gründlichkeit der Maschinenwäsche überprüft und eventuell noch einmal nachgereinigt. Dann werden die neuen Siebe gepackt. Je nach Verwendungszweck variiert die Zusammenstellung .

Dazu gibt es EDV-Listen mit Fotos. Dort sind für jede OP und jede Nutzung die genauen Sieb-Bestandteile abgebildet. Nach der Verpackung wird auf Etiketten der genaue Inhalt dokumentiert. (Weil dieses Etikett später in die Patientenakte geklebt wird, kann der gesamte Sterilisationsverlauf lücklos nachvollzogen werden.) Danach wird die Charge in einen Sterilisator gegeben. Dieser startet einen Prozess, in dessen Verlauf das Sterilgut mit gereinigtem Wasserdampf bei rund 134 Grad sterilisiert wird. Dann stellt das Gerät in bestimmten Intervallen immer wieder ein Vakuum her und entzieht die letzte Feuchtigkeit, wodurch das Medizinprodukt endgültig keimfrei gemacht ist. Der ganze Vorgang dauert ungefähr 90 Minuten.

 

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Aktuelles

Bestandsaufnahme, Siebzuordnung

 

Waschen und desinfizieren

 

Überprüfung der Reinigung

 

Verpacken vor der Sterilisation

 

Packliste

 

Dampfsterilisation
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